Launch des Swiss LGBTI-Labels für Inklusion & Diversity am Arbeitsplatz

Stefan Hürlimann (Network), Maja Ulli (WyberNet), Andrea Gurtner (WyberNet), Maria von Känel (Regenbogenfamilien) und Kevin Mächler (TGNS)

Vor Medienvertreter*innen wurde heute im Rahmen der Pride-Woche im Volkshaus in Zürich offiziell das neue Swiss LGBTI-Label lanciert. Mit dem Gütesiegel sollen Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet werden, welche eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber LGBTI*-Mitarbeitenden leben.

Auch mehr als 10 Jahre nach Annahme des Partnerschaftsgesetzes ist für viele Arbeitnehmende in der Schweiz ein Outing am Arbeitsplatz noch nicht ohne Weiteres möglich. Dies zeigen die Ergebnisse von diversen Studien. Mit zusätzlichen Herausforderungen sind Trans*personen konfrontiert, wie Kevin Mächler anlässlich der Lancierung anhand seiner persönlichen Erfahrungen ausdrücklich schilderte.

Umso wichtiger ist es daher, dass Unternehmen sich für Diversität und Inklusion auch von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität einsetzen.

Das neue LGBTI-Label soll Unternehmen und Organisationen bei der Integration sowie der Selbstreflexion der Dimension sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität einer ganzheitlichen “Diversity Management”-Strategie unterstützen. Eine vielfältige, inkludierende Unternehmenskultur bietet nachweislich sowohl für Mitarbeitende als auch die Unternehmen einen Nutzen.

Gemeinsam mit den Dachorganisationen Pink Cross, LOS, Regenbogenfamilien und TGNS sowie in Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen und Organisationen, haben die Berufsnetzwerke Network und WyberNet das Swiss LGBTI-Label in den letzten zwei Jahren entwickelt. Die Vergabe des Labels erfolgt aufgrund eines umfassenden Fragebogens sowie einem Nachweis von konkreten Massnahmen in Form einzureichender Unterlagen und ist 3 Jahre gültig.

Weitere Informationen sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeitende sind auf der Website www.lgbti-label.ch zu finden.

In der GAYRADIO-Sendung vom 27. Mai hatte sich Alex ausführlich mit zwei Vertreter*innen aus dem Kernteam über das Swiss LGBTI-Label unterhalten.